Im Rahmen des Verbundprojektes „Virtualisierung
im Bildungsbereich“ (VIB) entwickelte das Teilprojekt „Multimedial
Gestützte Lernwerkstatt“ (MGL) eine Studienumgebung
für Lehramtsstudierende.

Eingangsportal in die MGL
In der MGL werden Informationen und konkrete Hilfen für die
Planung von Grundschulunterricht zur Verfügung gestellt.
Verschiedene Elemente und Modelle der Unterrichtsplanung sind,
zusammen mit ihrer theoretischen Fundierung, in internetbasierte
Lernmodule aufbereitet worden. Diese Module können individuell
zur Vorbereitung der Studierenden auf Präsenzveranstaltungen
genutzt oder veranstaltungsbegleitend eingesetzt werden.

Nutzung der Module zum Selbstlernen und in Veranstaltungen
Die MGL ist nicht als abgeschlossenes Lernsystem zu verstehen.
Sie wird ständig weiterentwickelt und den Bedürfnissen
der Studierenden angepasst. Dabei führen Fragestellungen
einzelner Lehrveranstaltungen zu neuen Textbausteinen bzw. Lernmodulen
und werden deshalb von Studierenden mitproduziert.

Entwicklung einer Demoversion für Lehrer:
wie wird das Spiel „Welches Wort enthält den
Vokal e/E?“
im Unterricht eingesetzt?
Auf diese Weise entwickeln sich Medienkompetenzen im Bereich
Konzeption und Gestaltung von hypermedialen Lerneinheiten bei
Lehramtsstudierenden weiter, die in die zukünftige Arbeit
angehender Lehrerinnen und Lehrer einfließen werden.
Seit dem Wintersemester 1999/2000 wird die MGL u.a. bei Erstsemestrigen
in einer Einführungsveranstaltung zur Unterrichtsplanung
eingesetzt. Im Wintersemester 2000/2001 wurde dem bis dahin angelegten
Informationssystem Kommunikationsmöglichkeiten u.a. in Form
eines Diskussionsforums hinzugefügt. Seit dieser Zeit wird
die MGL nicht nur als Informationssystem genutzt sondern auch
zum Austausch von Studierenden zu verschiedenen Planungsschritten
während der Unterrichtsplanung.
Durch den Einbezug verschiedener Hypertext-Architekturen ermöglicht
die MGL eine individuelle Nutzung auf unterschiedlichem Niveau
entsprechend des individuellen Kenntnisstandes der Studierenden.

Verschiedene Architektur-Typen des Informationssystems
ermöglichen individuellen Zugang
Durch die Integration von Diskussionsforen, an denen auch Lehrerinnen
und Lehrer zur Teilnahme eingeladen sind, ist eine Rückkopplung
von Hochschullehre, Studientätigkeiten und schulpraktischen
Erfahrungen möglich. Zudem wird seit dem Wintersemester 2001/2002
ein abschließendes Diskussionsforum zur Evaluation der Hochschullehre
genutzt. Insgesamt kann durch den Umgang mit der MGL von einer
Erhöhung der Medienkompetenz bei Studienanfängern ausgegangen
werden, die gezwungen sind, den Umgang mit dem Internet oder Internetseiten
zu lernen, um an dieser Lehrveranstaltung erfolgreich teilnehmen
zu können.
Durch die Präsentation der MGL in der Abteilung Schulpädagogik
an der PH Heidelberg konnte innerhalb des Faches Interesse bei
mehreren Kollegen geweckt werden. Nach einer Präsentation
der MGL in verschiedenen Institutionen (u.a. beim Kultusministerium
in Stuttgart vor Vertretern verschiedener Schultypen) wurden die
Autoren angesprochen, die MGL durch Kooperationen für Lehrerfortbildung
zugänglich zu machen. Zudem konnte das Projekt bei der GMW-Tagung
im Herbst 2001 als Finalist des Medidaprix 2001 seine Ergebnisse
einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und dadurch Interessierte
gewinnen.
Mit Ablauf der Projektzeit wurde die Weiterentwicklung der MGL
eingestellt.
Projektmitwirkende:
Prof. Dr. Bernward Lange (Projektleiter) lange@ph-heidelberg.de
Dipl.-Päd. Annette Schulze (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
schulzeannette@yahoo.de
Annette Schulze 11.03
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